Schweizer Patient findet sein Lächeln in Ungarn wieder

Lesen Sie die Erfolgsgeschichte von Remo Reinhardt im Tages-Anzeiger: Hochwertige Zahnbehandlung bei Diamant-Dent zu einem Bruchteil der Schweizer Kosten.

«Ich möchte, dass mich mein Sohn lachen sieht - richtig lachen»

Zahntourismus Remo Reinhardt (42) aus Wauwil litt jahrelang unter Zahnschmerzen. Nun lässt er sich in Ungarn behandeln - in der Hoffnung auf neue Zähne und ein Stück Lebensqualität. 

Gabriele Hellwig 

Wenn Remo Reinhardt etwas Hartes ass, zuckte er zusammen - ein stechender Schmerz schoss ihm ins Zahnfleisch. Ein Rüebli? Unmöglich. Ein Stück Brot? Schwierig. Fleisch? Undenkbar. «Ich konnte vieles nicht mehr essen, nur noch weiche Sachen», erinnert sich der 42-Jährige aus Wauwil im Kanton Luzern. 

Zwölf Zähne hatte man ihm entfernt. Die Frontzähne sind noch intakt, auch rechts unten besitzt er noch alle Backenzähne. «Der Rest ist weg», sagt er nüchtern. Die grossen Lücken machten das Kauen zur Qual - das Zahnfleisch lag ungeschützt, und jeder falsche Biss schmerzte. 

«Man lacht auch nicht so gern, wenn man keine schönen Zähne hat.» Die Worte klingen leise, fast beiläufig, doch sie tragen Gewicht. «Es hat an meinem Selbstvertrauen genagt.» Vielleicht auch, weil Reinhardt im Kinderheim aufgewachsen ist – einem Ort, an dem Stärke oft wichtiger war als Lächeln. 

Drei Jahre lang hat Remo Reinhardt, der heute als Lagerist arbeitet, gespart – jeden Monat ein bisschen. Jetzt lässt er seine zwölf fehlenden Zähne in Ungarn wieder aufbauen. «7500 Franken kostet es», sagt er, «inklusive Narkose und allem. In der Schweiz wäre das für ihn undenkbar gewesen. Über 25'000 Franken wollten sie haben – wahrscheinlich wäre es am Ende noch mehr geworden.» 

Remo Reinhardt hat drei Jahre für die Zahnsanierung in Ungarn gespart - in der Schweiz hätte die Behandlung mehr als das Dreifache gekostet. Foto: Balz Murer 

Remo Reinhardt hat drei Jahre für die Zahnsanierung in Ungarn gespart - in der Schweiz hätte die Behandlung mehr als das Dreifache gekostet. Foto: Balz Murer 

Immer mehr lassen sich im Ausland behandeln

Remo Reinhardt ist kein Einzelfall. Zahntourismus liegt im Trend. Besonders Ungarn gilt als Hochburg für erschwingliche und dennoch hochwertige Zahnmedizin. Viele reisen für Kronen, Brücken oder Implantate dorthin, weil die Behandlungskosten oft nur halb so hoch sind wie zu Hause.

Exakte Daten gibt es nicht, doch Branchenbeobachter berichten von einer stetig wachsenden Zahl von Schweizern, die sich im Ausland behandeln lassen. 

Remo Reinhardt kämpft schon seit seiner Kindheit um jeden einzelnen Zahn. Der Ärger im Mund begann früh im Kinderheim. «In der zweiten oder dritten Klasse hatte ich bereits zehn Löcher», erinnert er sich. Die Probleme hörten nicht auf – sie wurden grösser. «Ich hatte immer wieder Schmerzen und war bei verschiedenen Zahnärzten in der Schweiz», erzählt Reinhardt. 

Es folgten mehrere Wurzelbehandlungen, die er in schlechter Erinnerung hat. «Es war sehr schmerzhaft, und ich entwickelte eine richtige Zahnarztangst.» 

Zu den Schmerzen kamen die finanziellen Sorgen. Als gelernter Koch verdiente er nie viel. «Ich konnte mir keine grösseren Behandlungen leisten.» So wurden Termine verschoben, Eingriffe hinausgezögert – bis er irgendwann nur noch das Allernötigste machen liess. Doch die Zähne verloren weiter an Halt. «Einmal ist mir beim Abbeissen sogar ein Zahn abgebrochen», sagt er. 

Vor drei Jahren wurde es unerträglich. In einer Klinik musste sich Reinhardt zwölf Zähne auf einmal unter Narkose ziehen lassen. Da liess sich nicht mehr viel retten. Die Schmerzen waren zwar weg, doch ihm war klar: So konnte es nicht bleiben. 

Als er vor 16 Monaten zum ersten Mal Vater wurde, wollte er nicht länger warten. Er wünschte sich gesunde, feste und schöne Zähne – auch für seinen Sohn. «Ich möchte, dass mein Kind mich lachen sieht – richtig lachen», sagt er. Ausserdem brauche er seine Kraft für die Familie, nicht für Zahnschmerzen. Es war Zeit, die Baustelle im Mund endlich anzugehen. 

Vorteile und Risiken gegeneinander abwägen

Reinhardt konsultierte mehrere Zahnärzte in der Schweiz und liess sich verschiedene Kostenvoranschläge geben. Doch erst als er im Bus eine Anzeige einer ungarischen Zahnklinik sah, kam Bewegung in die Sache. Er wollte nichts überstürzen und tat genau das, was auch die Stiftung für Konsumentenschutz empfiehlt: genau prüfen. 

«Informieren Sie sich, hören Sie sich auch im Bekanntenkreis um, recherchieren Sie im Internet über die Angebote im Ausland», sagt Sarah Lengyel, Leiterin Gesundheit der Stiftung. «Verlangen Sie eine Referenzliste, und erkundigen Sie sich bei bereits behandelten Patienten.» 

Auch das Einholen von Offerten in der Schweiz und im Ausland sowie das Einkalkulieren von allfälligen Nachbehandlungen und Komplikationen seien wichtig. «Zahnärztliche Leistungen sind in der Schweiz teuer», bestätigt die Stiftung. 

Günstige Angebote in Ungarn, Tschechien, der Türkei und anderen, meist osteuropäischen Ländern seien deshalb sehr verlockend. Erst recht, wenn fixfertige Arrangements inklusive Anreise und Aufenthalt angeboten würden. «Vor- und Nachteile sowie vor allem die Risiken einer innert kurzer Zeit durchgeführten Behandlung und allfälliger späterer Komplikationen sollten jedoch trotz günstigen Tarifen nicht ausgeblendet werden», schreibt der Konsumentenschutz in seinem Onlineratgeber. 

Reinhardt hat sich gut informiert und vorbereitet: «Mir gefiel auch, dass man dort gratis übernachten kann», erinnert er sich. Er nahm Kontakt mit der Klinik auf und liess sich beraten. Auch seine Schweizer Zahnärztin weihte er in die Pläne ein. Sie zeigte Verständnis für seinen Entschluss, die Zahnsanierung aus Kostengründen in Ungarn durchführen zu lassen – und steht ihm bis heute beratend zur Seite. 

Alles befindet sich unter einem Dach

Im August dieses Jahres machte sich Reinhardt auf den Weg – vom Bahnhof Wauwil bis nach Wien. «Von dort wurde ich kostenlos abgeholt», erzählt er. Die ungarische Klinik Diamant-Dent liegt in Mosonmagyaróvár, nahe der österreichischen Grenze, rund eine Stunde Autofahrt von Wien entfernt. 

Alles befindet sich unter einem Dach: unten die Behandlungsräume, oben die Gästezimmer. Auch die Verständigung klappte problemlos – alle sprachen Deutsch. Reinhardt fühlte sich sofort wohl. «Mir wurde alles genau erklärt, verschiedene Optionen wurden besprochen. Ich hatte sofort Vertrauen.» 

Eigentlich sollten gleich mehrere Implantate gesetzt werden. Doch der Kiefer hatte sich durch die lange Zahnlosigkeit bereits verformt. «Bei Herrn Reinhardt handelt es sich um einen sehr anspruchsvollen Fall», sagt Daniella Görcsi, Zahnärztin bei Diamant-Dent. 

Weil im Oberkiefer seit mehreren Jahren auf beiden Seiten die Backenzähne fehlten, hatte sich der Kieferknochen nach und nach zurückgebildet. Unter solchen Voraussetzungen könne man im Oberkiefer keine Kronen einsetzen, erklärt Görcsi: «Wir mussten zuerst den Biss anheben, um wieder Platz für neuen Zahnersatz zu schaffen.» 

Beim ersten Termin wurden deshalb die betroffenen Zähne im rechten Unterkiefer behandelt – inklusive Wurzelbehandlung und Vorbereitung für den weiteren Aufbau. Ein Implantat wurde ebenfalls gesetzt. 

Beim nächsten Besuch im September erhielt Reinhardt darauf bereits eine Krone. «Ein Zahn ist somit schon fertig», sagt er zufrieden. Mit einer provisorischen, herausnehmbaren Prothese testet er nun, ob die Kiefergelenke die neue Bisshöhe gut vertragen und später genug Raum für die endgültigen Kronen bleibt. 

Läuft alles nach Plan, will die Klinik im Dezember im seitlichen Oberkiefer mit dem Knochenaufbau und den Implantaten beginnen. Den grossen Preisunterschied zwischen der Schweiz und Ungarn erklärt Görcsi mit den unterschiedlichen ärztlichen Honoraren. 

Ansonsten sei die Qualität dieselbe: «Wir verwenden dieselben Materialien wie die deutschen und schweizerischen Zahnärzte», versichert sie. «In Ungarn werden zahnmedizinische Materialien gar nicht produziert.» 

Eine Garantie auf die Behandlung verlangen

Dennoch war Reinhardt wichtig, sich auch hier abzusichern. Stichwort Garantie. Dies empfiehlt auch Sarah Lengyel von der Stiftung für Konsumentenschutz: «Verlangen Sie eine Garantie auf die Behandlung», sagt sie. Für Laborarbeiten (wie Kronen oder Prothesen) gelte diese in EU-Ländern für zwei Jahre. 

Auch in der Klinik Diamant-Dent wird eine Garantie versprochen. «Wenn es nach der Rückkehr Probleme gibt, sind wir jederzeit online erreichbar und besprechen das weitere Vorgehen», versichert die Zahnärztin Görcsi. 

«Wenn alles gut läuft, könnte ich im Frühjahr oder Sommer 2026 die neuen Zähne bekommen», sagt Reinhardt. Man hört ihm an, dass er wieder Hoffnung hat. 

Dieser Artikel erschien ursprünglich im Tages-Anzeiger.
Autorin: Gabriele Hellwig Quelle: Tages-Anzeiger Webseite: https://www.tagesanzeiger.ch/

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Diamant-Dent in Zahlen

1
Jahre Erfahrung
1
Implantat platziert
1
Krankenkassenpatient
1
Mitarbeiter
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